BIM X Consulting

Fachartikel · 27. Juni 2025 · 2 Min. Lesezeit

🕒 4 Monate vs. 12 – Was wir von der Automobilindustrie lernen können

Ein neues Automodell, entworfen von einem Ingenieur in Japan, läuft nach nur 4 Monaten vom Band. In Deutschland dauert derselbe Prozess häufig 12 Monate.

❓ Woran liegt das?

Nicht an schlechterer Technik – sondern an einer anderen Haltung zur Qualität.

In der japanischen Industrie gilt das Jidoka-Prinzip – ein zentraler Baustein des berühmten Toyota Production System:

👉 Statt Qualität zu kontrollieren, bauen wir sie ein.

Was steckt hinter Jidōka?

Das Jidōka-Prinzip beruht auf drei tragenden Säulen:

🔸 Produktionsstopp bei Abweichungen (z. B. über Andon-Systeme)

🔸 Standardisierte Prozesse

🔸 Fehlervermeidung durch intelligente Vorkehrungen – z. B. Poka Yoke

🔧 Unser Ansatz: Qualität entsteht im Modell – nicht in der Nacharbeit

Diese Prinzipien der Fehlervermeidung und Prozesssicherheit lassen sich nicht nur auf Produktionsstraßen anwenden – sondern auch auf die digitale Planung im Bauwesen.

Gerade im Bereich der thermischen Gebäudesimulation – etwa bei der Heiz- und Kühllastberechnung – zeigt sich, wie wichtig es ist, bereits im Modell sauber zu arbeiten. Denn die Qualität der Berechnung hängt unmittelbar davon ab, wie gut das digitale Modell vorbereitet ist:

🔹 Stimmen die Raumgrenzen?

🔹 Sind Innen- und Außenbauteile korrekt klassifiziert?

🔹 Wurden sinnvolle U-Werte zugewiesen?

Oft wird dieser Schritt unterschätzt.

🏗️ Viele denken:

Räume in Revit platzieren → exportieren → Berechnung starten → fertig?

Nicht ganz.

Spätestens wenn Raumflächen fehlen, Außenwände nicht erkannt werden oder U-Werte unlogisch sind, beginnt die Schleife:

🔁 Zurück ins Modell, Fehler suchen, neu exportieren – und hoffen, dass diesmal alles stimmt.

📉 Und weil das Modell inzwischen bereits in die Berechnung übergeben wurde, können die Flächen dort oft nur noch stichprobenartig überprüft werden.

Ein Fehler bleibt schnell unentdeckt – mit gravierenden Folgen für die Ergebnisse.

Bei BIM X Consulting beginnen wir nicht bei der Berechnung, sondern davor. Unser Workflow sorgt dafür, dass das gbXML-Modell bereits korrekt vorbereitet ist und beginnt vor der Berechnung:

✅ Automatische Prüfung von Innen- und Außenbezug

✅ Erkennung von Fassadenlogik und Raumgrenzen

✅ Bauteilschichten werden erkannt und vorbereitet

✅ Intelligente Basis für präzise U-Wert-Zuweisung

✅ 100 % flächentreues gbXML, direkt nutzbar z. B. in Solar-Computer

🔍 Was im Modell sichtbar ist, kommt 1:1 in der Berechnung an.

Keine Schätzungen, keine Nacharbeitsschleifen, keine Überraschungen.

🧠 Fehlervermeidung mit System: Poka Yoke in der Praxis

Poka Yoke bedeutet: Fehler gar nicht erst möglich machen – durch durchdachtes Design.

Ein Beispiel aus dem Alltag:
🧺 Eine Waschmaschine startet nur, wenn die Tür richtig geschlossen ist.
So wird ein potenzieller Wasserschaden automatisch verhindert – bevor er entsteht.

Genauso arbeiten wir auch:
Statt später zu prüfen, ob eine Außenwand korrekt erkannt wurde, analysieren wir direkt im Modell die Wandlage und -schichtung.

👉 Fehlerhafte Flächen gelangen gar nicht erst ins Berechnungsmodell.

Wir beheben Probleme an der Quelle – nicht am Ergebnis.

🚀 Unser Workflow baut Qualität dort ein, wo sie entsteht: Im Modell – nicht in der Nacharbeit.

📚 Zum Prinzip Jidoka: Wikipedia – Jidoka / Toyota Production System
Jidōka – Wikipedia
Toyota Production System - Wikipedia

← Alle Fachartikel